Wildes Verlangen | 12 Erotische Geschichten

Eve Passion

12 wilde Kurzgeschichten,
die all Ihre Sinne
auf Reisen schicken.

Vom erotischen Flaschengeist,
über den impulsiven Anführer,
Dem Naturburschen von der Insel
bis hin zum betörenden Blind Date ...

Im Kopf welcher Frau
fühlen Sie sich am wohlsten?
Probieren Sie es aus!

Lange Leseprobe

  • Um mich zu auszuruhen, ging ich im Gemeinschaftspool unserer Wohnanlage eine Runde schwimmen. Ich zog ruhig meine Bahnen und fühlte, wie mein Körper die leichte Anspannung genoss. Als ich genug hatte, legte ich mich nass wie ich war auf eine Liege und überließ es der Natur, mich zu trocknen. Der Wind fegte über meinen Körper und sorgte für einen wohligen Schauer. Meine Gedanken kreisten wieder um Russell und seine Präsenz. Er hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Männer wie er begegneten mir nicht jeden Tag. Es war schade, dass ich ihn vermutlich so schnell nicht wiedersehen würde. Natürlich hatte er mir zweideutig angeboten, dass ich mich melden könnte, aber das würde sein Ego nur weiter darin bestärken, dass er ein toller Hecht war. Okay, das war er! Aber das musste ich ihm ja nicht unbedingt sagen. Auch wenn die Idee, sich von ihm vögeln zu lassen, durchaus seinen Reiz hatte ...
    Mitten in meinen Überlegungen klingelte das Telefon. Ich wollte nicht aufstehen, also ließ ich den Anrufbeantworter drangehen. Kaum hörte ich die Stimme auf dem Band, bereute ich es, liegen geblieben zu sein.
    »Hallo, hier ist Russell. Ich wollte dich zu einem Spaziergang einladen, aber leider bist du nicht zu Hause. Ich wohne in der Nähe und habe heute frei. Würde mich freuen, wenn du mich anrufst unter der Nummer ...«
    Wie, er wohnte in der Nähe ... Wieso wusste ich das nicht? Und woher hatte er überhaupt meine Nummer?
    Ich war auf meiner Liege erstarrt, während das Band aufzeichnete, doch jetzt war ich hellwach und sprang auf. Viel zu schnell. Barfuß rutschte ich über die Fliesen und verlor fast den Halt. Mit den Armen rudernd legte ich einen Sliding-Stopp kurz vor der Küchentheke hin und drückte hektisch die Abhörtaste, um mir die Nachricht erneut anzuhören.
    Ja, ich wollte ihn treffen. Entschieden wählte ich die Nummer, die er genannt hatte und wir verabredeten uns an der Promenade in der Nähe. Dort war die Aussicht großartig und es gab alle zweihundert Meter einen Stand für Cocktails oder kleine Snacks.
    Kurz überlegte ich, ein knappes, aufreizendes Kleid anzuziehen, verwarf den Gedanken aber schnell wieder. Schon vor Längerem hatte ich die Gewohnheit abgelegt, mich in enge Schuhe und Oberteile zu quetschen, die zwar im Trend waren und sicher die richtigen Stellen betonten, aber zu unbequem waren, um ein normales Verhalten zu ermöglichen. Dauernd zupfte man an sich herum, ob noch alles an der richtigen Stelle saß und korrekt wirkte. Zu meiner Anfangszeit als Fotografin hatte ich das täglich getan, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.
    Als Dante bei mir als Assistent anfing, präsentierte er mir ungefragt seine Direktheit: »Hör auf, dieses Zeug zu tragen, wenn du es nicht magst. Man sieht an deiner ganzen Körperhaltung, dass du dich unwohl fühlst. Du strahlst nur Unsicherheit aus, wenn du dauernd an dir rumzupfst.«
    Erst war ich schockiert, aber dann dankbar. Es war völlig okay, in die Öffentlichkeit mit Klamotten zu gehen, die vielleicht weniger sexy, aber dafür mehr wahres Ich waren. Auch durch diese Erkenntnis war ich mit der Zeit immer mutiger geworden und unabhängiger von der Meinung anderer. Nur dadurch konnte ich zu der Frau werden, die ich heute war.
    ***
    Während ich an diese Zeit zurückdachte, war ich die kurze Strecke zur Promenade gelaufen und stand pünktlich vor dem Stand, der die besten Kokos-Drinks des ganzen Landes machte.
    Davor erkannte ich ein breites Kreuz und sah, wie Russell bereits zwei fertig gefüllte Gläser an sich nahm. Ich stellte mich mit einem erwartungsfrohen Grinsen direkt hinter ihn und streckte die Hand aus. Kaum hatte er sich umgedreht, entdeckte er mich erstaunt und reichte mir dann, ebenfalls grinsend, ein Glas weiter. Wortlos prosteten wir uns zu und tranken genüsslich.
    Wir gingen gemeinsam ein Stück spazieren und genossen das tolle Wetter. Auf den ersten Cocktail folgte schnell ein zweiter. Beim dritten wurden unsere Gesprächsthemen deutlich lustiger und ab dem vierten konnte ich nicht anders, als ihn offen anzuflirten.
    »Gibt es Referenzen, die ich ansprechen kann, bezüglich deiner angepriesenen Ausdauer?«, fragte ich keck.
    »Die werden grundsätzlich diskret behandelt. Dir bleibt also nur der Selbstversuch.«
    Wir sahen uns tief in die Augen und ich überlegte, ob ich ihn heute oder erst an einem anderen Tag näher erkunden wollte. Plötzlich standen wir an einer faszinierend romantischen Stelle. Umringt von Felsen, und somit geschützt vor fremden Blicken, war eine kleine Sandkuhle zu sehen. Einladend wie ein gemütliches Nest zwischen all dem rauen Stein, war es fast unmöglich, nicht näher ranzugehen.
    Während ich mir die Stelle genauer ansah, bildete sich Gänse­haut auf meinen Armen. Ich schreckte leicht zusammen, als ich eine Berührung auf dem Rücken wahrnahm. Er stand dicht hinter mir. Allein die Existenz seines Körpers verursachte ein leichtes Zittern bei mir. Eine zweite Hand kam hinzu. Sie berührte mich und streichelte von meiner Rückenmitte zu den Außenseiten. Von meiner Hüfte gingen sie gleichmäßig aufwärts. Das Wissen, dass er gleich meine Brüste berühren könnte, sorgte für ein Ziehen in meinem Unterleib. Seine Hände erreichten ihr Ziel. Doch anstatt meinen Busen voll zu umfassen, wanderte er nur mit einem Finger um sie herum, um sich dann langsam meinen Brustwarzen anzunähern. Dort angekommen, berührte er sie so langsam und zaghaft, dass es fast schmerzte. Ich wünschte mir, dass er mehr zupackte. Aber ich befürchtete, dass er mit Absicht so zögerlich agierte. Endlich nahm er meine Brüste in beide Hände und küsste zeitgleich meinen Nacken. Ich schloss die Augen und freute mich, hier zu sein.
    Er machte vorsichtig weiter, und ich beschloss, dass es jetzt an der Zeit war, selber aktiv zu werden. Ich drehte mich zu ihm um. Seine Hände blieben an mir und strichen dabei an meinen Seiten bis zu meinem Po. Ohne zu zögern, ging ich in die Offensive und küsste ihn gierig. Ich schmeckte etwas, dass man als männlich herb beschreiben konnte, gepaart mit dem Kokos der vielen Cocktails. Seine Lippen waren warm und fragend, so, als wenn er darauf sehnsüchtig gewartet hätte. Überrascht über die wortlose Harmonie zwischen uns, legte ich meine Hände auf seine Brust und suche mit meiner Hand nach dem, was ich bereits beim Shooting als so verheißungsvoll erahnen konnte. Der Anblick hatte nicht zu viel versprochen. Hier war eindeutig mehr als Standardmaß vorhanden.
    »Ich sollte dich warnen«, raunte er. »Bisher ist noch keine Frau mit ihm fertig geworden, dafür ist er einfach zu mächtig.«
    Wenn das nicht nach einer Herausforderung klang! Meine Antwort musste ich nicht aussprechen. Stattdessen nahm ich ihn an die Hand und wanderte zielstrebig zu der Sandmulde.
    Dort angekommen, zog ich ihm gekonnt seine Shorts aus und ging sofort in die Knie. Er war beeindruckend! Ich brauchte beide Hände, um ihn ganz zu erfassen und selbst dann ragte seine Eichel noch hervor. Es war unmöglich für mich, seinen Schwanz komplett in den Mund zu nehmen, dafür war er tatsächlich zu groß. Begeistert begann ich, ihn zu kosten, indem ich seine winzige Öffnung mit meiner Zungenspitze probierte. Meine Hände wurden zeitgleich aktiv und massierten diese Offenbarung, die sich mir anbot. Sei Bändchen trat so deutlich hervor, dass ich gar nicht daran vorbeikam. Während ich genoss, ihn schmecken zu dürfen, schaute ich nach oben, was sich in seinem Gesicht tat. Er hatte die Augen geschlossen und den Mund offen. Er genoss meine Behandlung offensichtlich. Ich fühlte in meinen Händen, wie sein Penis pulsierte. Das Blut arbeitete in ihm.
    Irgendwann nahm er meine Hände in seine und dirigierte sie von sich. Er selbst kam ebenfalls auf die Knie und zog meine Beine an sich heran, sodass ich automatisch in eine liegende Position rutschte. Ich wehrte mich nicht, sondern freute mich über den Wechsel. Nicht nur, dass er viel Körperliches zu bieten hatte, ich fühlte sofort, der Mann hatte auch Talent! Es war mir nicht mehr möglich, einen klaren Gedanken zu fassen. Seine Lippen saugten sich zart aber bestimmt an meiner Klitoris fest, zugleich vollführte er mit seinen Fingern kreisende Bewegungen in meinem Inneren. Es war wie ein Feiertag für meine Vagina, das pure Vergnügen. Doch ich wollte nicht so kommen. Ich wollte diesen prächtigen Schwanz in mir haben!
    »Einen Fick! Bitte gib mir einen schönen harten Fick, Russell«, stöhnte ich ihm flehend entgegen.
    Doch er ignorierte mich. Mein Winseln, und auch meine Versuche, mich windend von ihm zu befreien. Er hatte mich mit seinem linken Arm fest umschlossen und zog sein geplantes Programm durch, ohne Rücksicht auf mich und meine Begierden. Es war schwer zu sagen, ob es fünf oder dreißig Minuten waren, die er an mir verbrachte, doch es gab eine Explosion, die mich Sterne sehen ließ. Ich hatte noch die Chance, mir einen Arm auf dem Mund zu legen, damit nicht die ganze Promenade meinen Orgasmus zu hören bekam. Eine Welle der Lust flutete mich. Und bevor ich verstand, dass er immer noch aktiv war, folgte bereits die zweite.
    Keuchend wartete ich darauf, wieder klar sehen zu können. Mein Atem ging so schnell, als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen. Als ich wieder die Augen öffnete, sah ich ihm direkt ins Gesicht. Ein triumphierendes Lächeln zeigte seinen Stolz. Es war eine Kostprobe gewesen, die mich hungrig auf mehr machen sollte. Und gegen meinen Willen musste ich gestehen, dass er sein Ziel erreicht hatte.
    »Eine Bestrafung für dein Verhalten ist notwendig. Da sind wir uns doch einig, oder?«, fragte ich immer noch außer Atem.
    »Hey, ich hab einen Ruf zu verlieren. Wenn einer merkt, dass ich ein netter Kerl bin, hab ich auf dem Spielfeld verloren.«
    »Wieso hast du mir deinen Schwanz nicht gegeben?«, wollte ich wissen.
    »Du hast ihn gesehen. Bisher habe ich es noch nie geschafft, komplett in eine Frau einzudringen. Die meisten suchen panisch das Weite oder brechen vorher ab. Daher auch meine Zungenfertigkeiten. Das ist meist erfolgversprechender als er.«
    »Ich möchte es trotzdem versuchen. Beim nächsten Mal schaue ich mir dein Dilemma genauer an«, lockte ich ihn.
    »Okay, aber auf deine Verantwortung.« Mit einem Zwinkern und anschließendem zarten Abschiedskuss trennten wir uns voneinander.